home mail me! RSS

Weltensiedler

Michel in Kamerun

Archive for September, 2009

Danksagung

Mit der folgenden Danksagung möchte ich meinen Blog „www.olafpenke.de/weltensiedler” schließen. Ich will an dieser Stelle meiner Mutter, Beate Penke, danken, die nicht selten Texte überarbeitet und durchgesehen hat. Außerdem darf natürlich nicht der Administrator, allmächtige Blogwart und Maschinist Olaf Penke vergessen werden, der das stimmige und stilvoll elegante Layout der Seite entworfen und programmiert hat. Auch möchte ich seine Heckenschereneinsätze hervorheben, wenn ich mal wieder kläglich an einer ansehbaren Installation meiner Texte und Bilder im Netzt scheiterte. Im Schweiße ihres Angesichts haben diese beiden Menschen mir sehr geholfen, die ersten Schritte auf dem Weg eines womöglich werdenden Schreiberlings zu machen.

Nicht zuletzt gilt mein Dank natürlich auch Ihnen, den Lesern, die mich und meine Eitelkeit dank ihrer unvorhergesehen großen Zahl dazu zwangen weiter zu schreiben. Die höchste Popularität erreichte die Seite bei Ihnen im Juni und Juli mit jeweils über 4200 Aufrufungen. In der Summe schaffte sie es auf weit über 25.000 innerhalb von zehn Monaten. Ein solches Gegeninteresse und ein dergleichen großer Leserkreis waren jenseits meiner Erwartungen.

Ich danke Ihnen.

PS.: In kurzer Zeit wird ein Nachfolgeblog (www.gardden.de) online gehen. Ich würde mich freuen Sie im “Garten der Denker” begrüßen zu dürfen.

Schlusswort

Ich sitze an einem Schreibtisch. Die Oberfläche ist abgewetzt, Flecken haben sich hinein gegraben. Von draußen klopft der Regen ans Fenster. Bäche fließen die Scheibe herab. Die ganze Welt atmet Feuchtigkeit. Die Regenzeit hat bald ihren Höhepunkt erreicht.

Bereits vor einem Jahr saß ich an dieser Stelle und ließ die Gedanken in Richtung der Alten Welt schweifen. Gerade in Afrika angekommen, von dem Eindruck der Fremdartigkeit überschwemmt, wollte ich durch Texte, Bilder und Gedanken eine Brücke zur Heimat aufschlagen. Schreiben und Gedanken fließen lassen. Mir selbst Afrika reflektierend erarbeiten. Für ein Jahr als FSJler in einer fremden, unverständlichen Kultur leben und denken. Über Afrika und über mich.

Nun, das Jahr ist vorbei. Zeit, Resümee zu ziehen.

Diesen Beitrag weiterlesen »

Sein in Afrika

(Die folgenden Texte sind zu unterschiedlichen Zeitpunkten - Beginn, Mitte und Ende - meines Kamerunaufenthaltes entstanden, jedoch als Einheit zu sehen. Sie haben keinen Anspruch auf Originalität oder einen tieferen Sinn, sondern zeigen mit welchen Schwierigkeiten „Mensch” zu kämpfen hat, wenn er fürchtet, sich in einem fremden Land zu verlieren. Die drei Stufen von Ablehnung, distanzierter Bewunderung und kritischer Selbstreflexion sind deutlich herauszulesen. Ich distanziere mich vom Grundtenor des ersten Textes, möchte aber so ehrlich sein zu sagen, dass dies meine Gedanken am Anfang meines Freiwilligenjahres waren. Man mag über den offensichtlichen Kulturschock lächeln, damit zugleich aber die Kraftanstrengung zu seiner Überwindung verkennen.)

Tod in Afrika

Kein Land der Welt ist wie Afrika.

Afrika ist kein Kontinent der Länder, der Nationen. Es ist ein Chaos der Völker, Stämme, Clans und Ethnien. Hier sind alle Brüder. Und Kain erschlägt Abel. Und Abel Kain. Nie wird ein Mensch, der nicht hier geboren ist, ein Europäer, ein Amerikaner dieses Land begreifen. Nie. Wir können es beschreiben, es vermessen und versuchen zu erklären, doch nie werden wir auch nur annähernd verstehen, was Afrikaner bewegt.

Diese Länder werden von Angst regiert. Von Terror, von Hunger und Krieg. Afrika wird jeden Morgen neu geboren und seine Leiche verwest am Nachmittag im Straßengraben. Es ist die Wiege der Menschheit, Eden, und es ist das wildeste, roheste und brutalste Paradies auf Erden. Diesen Beitrag weiterlesen »

Wer ist eigentlich Chantal Biya?


Wer sich im vergangenen Jahr, am vierzehnten November, am Place Fontenoy in Paris die Beine vertrat, musste wohl nicht schlecht gestaunt haben, als vor dem Sitz der UNESCO aus einem schwarz, betont unauffälligem Mercedes ein Wesen entstieg, dass aus einer anderen Welt zu kommen schien. Eine feuerrote, turmhohe Mähne umschloss das ein wenig runde Gesicht, in das jemand mit viel Grazie perfekt gezupfte Brauen und einen Mund implantiert hatte, der mit seiner roten Warnfarbe gleichzeitig ‚Küss mich’ und ‚Made in OP’ zu sagen schien. Zudem stöckelte das Wesen so zielstrebig auf das Eingangsportal der ‚United Nation Education, Scienes and Culture Organisation’ zu, dass man meinen mochte, es wäre ihre Gartenlaube, zumindest aber, ein von ihr gestiftetes Wohnheim für bedeutungslose Bürokraten. Dabei legte sie einen Gang an den Tag, der wohl aus einer Vanity Fair ausgeschnitten seien musste. Kurzum, der verwirrte Schaulustige kam nicht umhin, sich zu fragen, wer dieses propere, haarige Ding denn seien möge? Diesen Beitrag weiterlesen »